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Ende des Imkerjahres

Wenn der Sommer sich seinem Höhepunkt zuneigt und die Temperaturen nochmal richtig ansteigen, dann ist für den Imker schon die Zeit gekommen, seine Völker auf den Winter vorzubereiten.

Die Haupttrachten, also die wichtigsten Futterpflanzen für die Honigbienen, sind längst verblüht. Was darauf folgt, nennt der Imker "Läppertracht", also ein paar Pflanzen hier, einige Blüten dort. Aber nichts Handfestes mehr in Sicht. Im Juli wird deshalb das letzte Mal Honig geschleudert. Bei mir bleibt etwa die Hälfte des Honigs den Bienen.

Deshalb füttere ich nach dem Schleudern nicht direkt ein, wie es ein Imker tun muss, der den Bienen den ganzen Honig wegnimmt. Die Völker müssten sonst Hunger leiden.

Ich beginne nach dem Schleudern mit der Varroabehandlung.

Die Varroamilbe stammt ursprünglich aus Südostasien und ist ein leidbringender Effekt der weltweiten Wirtschaft. Anders als die heimische asiatische Biene, kann unsere Honigbiene der Varroamilbe nichts entgegensetzen. Jahr für Jahr sterben Völker an den Folgen der Besiedelung mit der Varroamilbe. Deshalb muss der Imker eingreifen und seine Völker so gut wie möglich vor dem Befall schützen. Dazu haben wir heute verschiedene Möglichkeiten und zugelassene Medikamente.

Nach Beendigung der Varroabehandlung kontrolliere ich durch Wiegen der Völker, wie viel Futter ihnen zur Verfügung steht, um ermitteln zu können, wie viel an Winterfutter ich ihnen geben muss, damit ihnen das Futter bis zum Frühjahr reichen wird. In diesem Jahr war viel Honig vorhanden, denn der Sommer war sehr ertragreich. Nur einzelne Völker und spätentwickelte Ableger habe ich mit zusätzlichen Futtergaben versorgt.

Man mag es kaum glauben, aber dann ist es so weit: Es ist August, die Völker sind gegen die Varroamilbe behandelt, sie haben genug Futter für den Winter eingelagert. Sie sind eingewintert. Von da an störe ich sie nicht mehr, denn es gibt keinen Anlass mehr, ihnen noch weiteren Stress zuzumuten. Nur noch einmal, etwa drei Wochen nach dem ersten Frost, gibt es die letzte Varroabehandlung in diesem Jahr. Das nennt man "Restentmilbung". Das geschieht sehr schonend und zügig. Und dann warten wir auf den Frühling, auf das Erwachen und das neue Bienenjahr!

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Kommentare: 5
  • #1

    Jette (Sonntag, 17 November 2019 12:38)

    Sehr informativ für nicht Imker. Da hab ich wieder was gelernt!

  • #2

    Bier her (Sonntag, 17 November 2019 23:12)

    Ah! Interessant. Also wird nicht mehr später geschleudert? Wie oft wird denn geschleudert? Jede Woche? Jeden Monat?

  • #3

    Kevin (Dienstag, 19 November 2019 14:45)

    Wahnsinnig interessant dein Blog. Ich schau ja regelmäßig her. Auch der Ideenpool ist toll aber für mehr Follower musst du dich mehr reinhängen und mehr schreiben.

  • #4

    Janine (Donnerstag, 21 November 2019 13:09)

    Schräg. Danke dass du uns an deinem Wissen teilhaben lässt!

  • #5

    Tessa (Freitag, 29 November 2019 13:13)

    Uh interessant! Dann ist das Imkerjahr eigentlich von März bis August, ein halbes Jahr ungefähr. Aber dann wahrscheinlich viel Arbeit in der Zeit