SecondFace und Wishful Things

 

Upcycling - reparieren - verschönern -

Hobbyimkerei - Perlenkunst

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Wishful Things im Shop

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Wir reparieren oder geben Dingen einen neuen Sinn! Dadurch werden Ressourcen gespart und die Natur geschont. Fast immer geht es dabei um Kleidung. Wir re-aktivieren aber auch andere kleine Gegenstände.
HELFT MIT!
Postwachstumökonomie statt zerstörerischem Wirtschaftswachstum
Wiederverwendung statt Wegwerfwahn

Natur und Umwelt schonen, statt zerstören für die Geldgier
Nachhaltigkeit statt Geiz-ist-geil-Mentalität

 

 

 

 

Es ist schön, dass du hier bist.

Genieße die Zeit, die du auf unseren Seiten verbringst.
Fast alle Dinge, die du im Shop findest, sollten weggeworfen werden. Stattdessen wurden sie repariert und somit wieder nutzbar gemacht. Oder sie haben einen neuen Zweck und Lebensinhalt bekommen und werden somit auch weiterhin genutzt.

Alles Artikel aus Perlen können aber neue Perlen beinhalten oder komplett aus nicht gebrauchten Perlen hergestellt sein. Meine große Leidenschaft, das Perlenfädeln, lässt sich nicht mit ausschließlich gebrauchten Perlen realisieren. Dazu kaufe ich fast ausschließlich Glasperlen namhafter Firmen wie Miyuki oder Toho.
 
Aber ich nehme gerne auch euren nicht mehr getragenen Schmuck, um ihn zu etwas Neuem zu verarbeiten.


Blog-News

Upcycling ist kein neuer Trend!

Repariertes T-Shirt
Auch ein T-Shirt mit kleinen Löchern kann man retten.

Hast du ein Motto? Ein Lebensmotto, oder eines für bestimmte Lebenssituationen? Ich bin da eher spärlich ausgestattet. Aber ein Motto habe ich und das bezieht sich auf den Konsum. Mein Motto in Bezug auf Konsum ist "reparieren, verschönern, Upcycling". Oder anders ausgedrückt: Konsumverzicht, wann immer möglich. Oft höre ich, das sei ein ganz neuer Trend und ich sei auf den Zug mit aufgesprungen. Meine Lieben: Das stimmt nicht. Ich bin 56 Jahre alt und in einer Zeit geboren, in der "reparieren, verschönern, Upcycling" gang und gäbe waren. Ausgeleierte Schlüppis bekamen ein neues Gummi. Löcher in den Socken wurden gestopft. Was an Kleidung zu klein geworden war, bekamen die jüngeren Geschwister oder es wurde an jemanden verschenkt, der es tragen kann. Was zerrissen war, wurde zu Decken und Kissenbezügen verarbeitet und wenn gar nichts Anderes mehr ging, wurden die Kleidungsstücke zu Lappen zerschnitten und zum Spülen und Putzen verwendet. Alles wurde repariert, verschönert oder upcycled.

Elektrogeräte hielten Jahrzehnte lang - meine erste Waschmaschine ist mehrmals mit mir umgezogen und wurde über 20 Jahre alt. Und als sie zwischendurch mal kaputt war, wurde sie eben repariert. So war das damals. Und ohne ganz allgemein von einer "guten, alten Zeit" philosophieren zu wollen: Das war gut. Das war besser als immer mehr Konsumgüter zu kaufen, um sie letzlich wenig oder gar nicht genutzt wegzuwerfen. Denn die Folgen sind gravierend!

 

Früher wurde alles repariert. Heute können oder wollen die meisten nicht mal mehr eine aufgegangenen Naht wieder zunähen

 

Heute können viele Leute nicht mal eine aufgegangene Naht wieder zunähen oder einen Knopf annähen. Was kaputt ist, wird weggeworfen, oft wohlmeinend in den Altkleidercontainer, im guten Glauben, damit noch Sinnvolles zu tun. Warum das fast nie so ist, beschreibe ich hier.

Auch was man kauft und dann doch nicht will, wird weggeworfen. Wir leben in einer schnelllebigen Zeit in der für viele Menschen nichts mehr einen großartigen Wert hat. Kleidung ist ein Wegwerfprodukt. Elektrogeräte halten nichts mehr aus und sind oft so konzipiert, dass eine Reperatur sinnlos oder sogar unmöglich ist. Fast Fashion, Wegwerfprodukte, Geiz-ist-geil-Mentalität: So leben wir. Und wir betreiben damit unaufhörlich einen immer schnelleren CO2-Anstieg und einen steigenden Raubau an unserer Umwelt - und die können wir nicht ersetzen. Vieles was wir mit Leichtsinn zerstören, ist unwiderbringlich verloren.

 

Auch all die Menschen, die für unsere Gier auf Billigkram ausgenutzt werden, finden es sicher nicht gut. Und dass die Ressourcen nicht ewig reichen, sollte inzwischen auch in den Köpfen derjenigen angekommen sein, die sich mehr Gedanken darüber machen, wie sie ein Mädchen namens Greta in Misskredit ziehen können, statt sich Gedanken über ihren eigenen ökologischen Fussabdruck zu machen.

 

Wer wirklich jubelt, angesichts des Wirtschaftswachstum und der Lust auf Konsum, das sind die Konzerne, die sich durch diesen Wahn die Taschen vollscheffeln - mehr als es ein Mensch je mit ehrlicher Arbeit verdienen könnte. Ihre Geldgier wird durch unseren Konsumrausch gestillt. Ein perfektes, krankes System!

 

Upcycling: Bluse aus Bettbezug
Aus alter Bettwäsche kann sehr schöne Kleidung entstehen

Wir müssen den Dingen wieder einen Wert einräumen, denn den haben sie!

 

Eine Bewusstseinsänderung ist dringend nötig. Und zwar nicht hin zu einem neuen Trend, denn das ist mein Motto nicht. Wir benötigen eine Bewusstseinsänderung, die zurück in die Vergangenheit geht: Wir müssen den Dingen, die uns umgeben, wieder einen Wert einräumen. Denn den haben sie. Sie haben den Wert der Ressourcen die für ihre Produktion nötig sind. Sie haben den Wert der Natur, die zerstört wird durch Gifte, die beim Anbau nötiger Pflanzen, bei der Produktion der Konsumgüter und bei deren Reise um den Erdball in unsere vier Wände. Sie haben den Wert der Arbeitskraft der Menschen, die das Produkt produziert haben - unabhängig davon, dass sie das viel zu oft für einen Hungerlohn tun müssen. Der Wert eines Gegenstandes darf nicht nur finanziell bemessen werden. Dazu hängt zu viel dran!
Wir müssen sehr dringend ein paar Schritte zurückgehen, denn wir haben uns längst selbst überholt. Wir beuten Menschen und Natur aus und finden noch nicht mal was dabei, weil wir es so gewohnt sind und weil uns ständig eingeredet wird, dass mit noch mehr Wirtschaftswachstum alles immer noch besser wird. Das ist aber falsch. Das ist Politik für Konzerne, das ist Kapitalismus. Und das funktioniert nur, weil wir da mitspielen! Wir Konsumenten sind die Triebfeder! Deshalb bin ich ein großer Fan der Postwachstumsökonomie über die ihr hier mehr erfahren könnt.

 

Natürlich ist es nicht einfach, sein ganzes Leben von einem Moment auf den anderen komplett auf den Kopf zu stellen. Doch mehr als ein paar wenige die perfekt sind, brauchen wir ganz viele Menschen, die sich um Besserung in ihrem Verhalten bemühen und dabei immer besser werden. Hier ein paar Ratschläge für die ersten Schritte:

 

Upcycling Truhe, Eiche rustikal in weiß Shabby Chic
Eine alte Truhe in Eiche rustikal sollte in den Müll. Dabei war sie stabil gebaut, mit wunderschönen Handschnitzerein. Sie war alles andere als Müll.

Ideen für ein bewussteres Leben

 

1. Benutze alles, was du hast, so lange und so intensiv wie möglich. Es muss nicht immer die neueste Mode sein, viel wichtiger ist Individualität und Nachhaltigkeit. Benutze alles bis es wirklich nicht mehr nutzbar ist. Das heißt nicht zwangsweise, dass das Ding dann irreperabel kaputt sein muss, wenn du es aussortierst. Vielleicht hast du es ja so lange, bis du es nicht mehr sehen kann. Dann gib es weiter. Verschenke oder verkaufe es. Sorge dafür, dass das Ding weiter verwendet wird, bis es wirklich und tatsächlich überhaupt nicht mehr nutzbar ist. Wenn etwas kaputt ist, repariere es, oder lasse es reparieren. Wenn etwas nicht mehr schön ist, verschönere es oder bringe es zu jemandem, der es verschönern kann. Und wenn es für seinen eigentlichen Zweck nicht mehr gut ist, dann upcycle es oder gib es jemandem, der es upcyceln kann. Wir schonen damit den Geldbeutel, wir verhindern Ausbeutung von Menschen, wir füttern keine Konzerne mehr und wir entlasten die Umwelt. Unser persönlicher CO2-Abdruck wird deutlich kleiner. Und auch das hilft:

 

2. Stell dir vor, du willst ausnahmsweise mal selbst einen Kuchen backen. Eine liebe Freundin, die du lange nicht gesehen hat, kommt zu Besuch und du willst sie beeindrucken. Hoffentlich klappt das, denn Backen ist normalerweise nicht so dein Ding. Einen Versuch ist es dir aber wert. Das Rezept ist rausgesucht. Jetzt schnell noch eine Backform besorgen. Da du sonst nie Kuchen selbst machst, hast du ja keine. Und jetzt kommt´s: Bitte kaufe keine! Geh zu einer anderen Freundin, zu den netten Nachbarn oder zu deinen Eltern und leihe sie dir! Wenn du eh nicht gerne backen magst, wirst du die Backform im Anschluss sonst sinnlos im Schrank herumliegen haben.

Leih dir überhaupt alles, was du nur selten brauchst. Und gebe die Sachen zuverlässig und ohne daran erinnert werden zu müssen, wieder zurück. Das sorgt dafür, dass man dir auch in Zukunft gerne etwas ausleiht.
Umgedreht ist es ebenso: Leihe deinen Mitmenschen Sachen, wenn du sie gerade nicht benötigst. Ich bin ohnehin der Meinung, dass z.B. ein Rasenmäher pro Wohnsiedlung oft genug ausreichen sollte. Für andere Dinge gilt das Gleiche. Fang damit an, indem du dir Sachen leihst und nicht kaufst, wenn du eh weißt, dass du sie kaum nutzen wirst. Und biete auch anderen Menschen an, Sachen von dir auszuleihen. Das spart jede Menge Geld und schont die Ressourcen. Bilde mit Nachbarn oder Freunden regelrecht Leihgemeinschaften für Gegenstände, die man problemlos gemeinschaftlich nutzen kann.
Damit ich weiß, wer was von mir geliehen hat, oder von wem ich etwas geliehen habe, hängt bei mir im Atielier eine Liste an der Pinwand. Da steht drauf, wer es geliehen oder verliehen hat und daneben das Datum. Und wenn das Geliehene zurück gegeben ist, wird die Zeile durchgestrichen.

 

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