SecondFace und Wishful Things

 

Upcycling - reparieren - verschönern -

Hobbyimkerei - Perlenkunst

__________

 

Infos im Blog


Wishful Things im Shop

______________________________



Wir reparieren oder geben Dingen einen neuen Sinn! Dadurch werden Ressourcen gespart und die Natur geschont. Fast immer geht es dabei um Kleidung. Wir re-aktivieren aber auch andere kleine Gegenstände.
HELFT MIT!
Postwachstumökonomie statt zerstörerischem Wirtschaftswachstum
Wiederverwendung statt Wegwerfwahn

Natur und Umwelt schonen, statt zerstören für die Geldgier
Nachhaltigkeit statt Geiz-ist-geil-Mentalität

 

 

 

 

Es ist schön, dass du hier bist.

Genieße die Zeit, die du auf unseren Seiten verbringst.
Fast alle Dinge, die du im Shop findest, sollten weggeworfen werden. Stattdessen wurden sie repariert und somit wieder nutzbar gemacht. Oder sie haben einen neuen Zweck und Lebensinhalt bekommen und werden somit auch weiterhin genutzt.

Alles Artikel aus Perlen können aber neue Perlen beinhalten oder komplett aus nicht gebrauchten Perlen hergestellt sein. Meine große Leidenschaft, das Perlenfädeln, lässt sich nicht mit ausschließlich gebrauchten Perlen realisieren. Dazu kaufe ich fast ausschließlich Glasperlen namhafter Firmen wie Miyuki oder Toho.
 
Aber ich nehme gerne auch euren nicht mehr getragenen Schmuck, um ihn zu etwas Neuem zu verarbeiten.


Blog-News

Die Lüge vom Aussterben der Honigbiene

Ich habe es heute schon wieder gehört: Eine junge Imkerin behauptet mit einer an Penetranz erinnernden Hartnäckigkeit, die Honigbiene sei vom Aussterben bedroht. Und sie zitierte das berühmte Zitat von Einstein: Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch drei Jahre zu leben. Beides ist falsch!  Weder ist die Honigbiene vom Aussterben bedroht, noch stammt dieses Zitat von Albert Einstein. Und vom Aussterben der  Honigbiene sind wir so weit weg, wie die Erde vom Jupiter.

Besagte Imkerin steht nicht alleine da, mit diesen falschen Aussagen vom Aussterben der  Honigbiene. Ich habe in diesem Jahr immer wieder das Märchen vom Aussterben der Honigbiene gehört und das traurigerweise auch sehr oft von Imkern. Also von Menschen, die es besser wissen sollten.

Lass uns gemeinsam ein paar Tatsachen betrachten. Nehmen wir uns zunächst, weil es besonders schnell geht, das angebliche Einstein-Zitat vor: Wie jeder kinderleicht recherchieren kann, hat ein "konfuser Imker" einige Aussagen verwechselt und deshalb die Aussage über das Aussterben der Menschheit dem Herrn Einstein falscherweise in die Schuhe geschoben. Es ist einfach nichts dran an dieser Aussage, dass Einstein das gesagt hat. Richtig ist, dass ohne Bienen viel weniger Bestäubung stattfindet. Aber neben der Honigbiene gibt es in Deutschland ca. 550 Arten von Wildbienen, die für die Bestäubung genauso von Bedeutung sind, wie viele andere Insekten. Insekten insgesamt sorgen also unbewusst dafür, dass wir ausreichend Nahrungsmittel zur Verfügung haben. Das Überleben der Menschheit hängt keinesfalls nur an der (Honig)Biene. Auf allen Memes mit diesem falschen Zitat ist aber immer ein Bild der Honigbiene, was ein ganz falsches Bild vermittelt.


Und wie sieht es jetzt mit dem Aussterben der Honigbiene in Deutschland aus? Die Honigbiene ist ein Nutztier mit einer beachtlichen Bestäuberleistung. Es macht Freude, mit Bienenvölkern zu arbeiten. Es macht sehr vielen Leuten Spaß und viele Leute sind auch gerne bereit, aus Leidenschaft zur Honigbiene einen Teil ihrer Freizeit für die nicht unerheblichen Aufgaben rund um das Bienenvolk zu opfern. Zu diesen Aufgaben gehört auch der Schutz der Bienenvölker vor Bedrohungen, wie z.B. diversen Krankheiten und auch gegen die Varroamilbe. Letztlich macht es offensichtlich sogar mehr Spaß als Arbeit, denn mehr als 100.000 Menschen in Deutschland zählen sich zum Kreise der Imker. Zusammen besitzen sie mehr als eine Million Bienenvölker! Eine Million Bienenköniginnen legen Tag für Tag Eier gegen das Aussterben der Honigbienen. In Spitzenzeiten befinden sich in einem Bienenvolk bis zu 40.000 Bienen. Natürlich gibt es auch stärkere oder schwächere Völker. Doch wir können so grob davon ausgehen, dass es in Deutschland mehr als eine Million mal 40.000 Honigbienen gibt. Allein hier in Bayern stehen mehr als 190.000 Bienenstöcke! Klingt das nach Aussterben? Ganz sicher nicht. Die Honigbiene ist definitiv NICHT vom Aussterben bedroht.

 

Vom Aussterben bedroht sind hingegen die Wildbienen. Ihre Population geht von Jahr zu Jahr zurück. Von einigen Arten gibt es nur noch so wenige Bienen, dass es kaum mehr zur Paarung kommt, weil sich die Bienen nicht mehr finden. Grund für diesen Schwund sind das Fehlen von Lebensraum und Nahrung. Viele der Wildbienen sind auf die richtigen Futterpflanzen angewiesen. Bei immer mehr Monokultur und abgeräumten Feldrainen und Waldrändern bleibt ihnen nichts zum Überleben. Wenn wir also vom Aussterben der Biene reden, dann reden wir von den Wildbienenarten.

Imkerei ist ein tolles Hobby. Doch jeder Imker sollte sich im Klaren darüber sein, dass er keinerlei Beitrag zum Artenschutz beiträgt und dass die Haltung von Nutztieren Verantwortung erfordert. In Naturschutzgebieten und deren Randgebiete hat die Honigbiene nichts zu suchen. Sie wird gerade in solchen Gebieten zu einem gefährlichen Nahrungskonkurrenten der ohnehin hungernden Wildbienen. Und zwar nicht, weil sie alles wegfrisst, wie man von überbesorgten, uninformierten Menschen oft hört. Sondern weil es kaum etwas gibt. Es ist alles wegrationiert, was Wildbienen dringend benötigen. Gerade Naturschutzgebiete sollten daher allein den Wildbienen gehören. Man sollte sich deshalb auch Gedanken machen, was man für Wildbienen im Speziellen tun kann. Ich habe mir darüber ja bereits einige Gedanken gemacht, die ihr hier findet.


Es gibt Imker, die machen nicht nur Kurse in denen sie die Mär von der aussterbenden Honigbiene erzählen. Sie machen auch noch Profit auf Kosten des grünen Gewissens der Leute. Sie bieten Bienen- und Blühpatenschaften an, die BEIDE in aller Regel dem Artenschutz keinen Millimeter weiter helfen. Diese Patenschaften, die ja auch oft auf der Lüge vom Aussterben der Honigbiene gegründet sind, sind nichts als Geldmacherei. Auch darüber habe ich bereits geschrieben und zwar hier. Bitte überlegt genau, wie ihr eure Mühe und euer Geld für den Arten- und Umweltschutz investiert. Lasst euch nicht über den Tisch ziehen. Informiert euch gut, damit eure Arbeitsleistung und euer Geld da landet, wo sie dringend benötigt wird: bei den wilden Insekten und den wilden Verwandten unserer Honigbiene!

14 Kommentare