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Unterstützt bitte die kleinen Händler!

Hallo Ihr Lieben! Ich hoffe, Ihr hattet ein schönes, geruhsames Weihnachtsfest und seid gut ins Jahr 2020 gerutscht. Für dieses Jahr wünsche ich Euch alles Liebe und Gute.

Aber hüpfen wir nochmal schnell zum Weihnachtsfest zurück und hier ganz besonders zu den Geschenken. Kauft Ihr auch so gerne bei den Riesen wie Amazon und Co? Es ist ja so praktisch. Nicht nur, dass man quasi alles unter einem Dach findet. Ein paar Klicks reichen völlig aus und schon wird das Gewünschte Euch per Post geliefert. Bei so viel Auswahl und komplikationsfreiem Einkaufserlebnis will man natürlich nicht darüber nachdenken, dass man mit dem Einkauf bei den Internetriesen Beteiligter an ganz viel  Sauereien ist. Aber das sollten wir. Nein, ich gehe einen Schritt weiter: Wir müssen daran denken, was wir mit diesem Einkauf fördern.

 

Wenn wir bei den Internetriesen einkaufen, sollten wir davon ausgehen, dass wir die Ausbeutung von Menschen  fördern. Dies geschieht auf mehrere Arten und eine davon ist einfach die Produktion der Produkte. Diese irren Massen an Produkten werden großteils in Billiglohnländern produziert und entsprechend billig bei den Riesen angeboten. Das riesige Angebot verführt zu Spontankäufen von Billigprodukten, für die die Arbeitsleistung von Menschen massiv ausgebeutet wird. Natürlich werden die Menschen auch dann ausgebeutet, wenn wir die selben Produkte in einem anderen Shop erwerben. Es macht also durchaus Sinn, über bestimmte Käufe gründlich nachzudenken. Allein der Preis ist übrigens kein Indiz dafür, dass die Produkte von fair behandelten und bezahlten Menschen hergestellt wurden. So wird z.B. auch der Kindle und der Lautsprecher Echo unter widrigen Umständen produziert. Mehr Informationen darüber findet Ihr hier.

Als Anhaltspunkt nur so viel: Die Arbeitsbedingungen sind derart schlecht, dass es zu Suiziden kommt. Wollt Ihr das wirklich fördern?

Aber nicht nur bei der Produktion werden Menschen ausgebeutet. Auch Menschen die für diese Riesen arbeiten, werden wohl laut einschlägigen Medien nicht wirklich gut bezahlt. Wollt Ihr wirklich lieber schlecht bezahlte Lageristen mit eurem Einkauf finanzieren, oder nicht doch lieber eine Person, die mit Herzblut Waren anbietet und damit sich selbst und vielleicht auch eine Familie versorgen muss?

 

Wenn ihr bei den großen Konzernen einkauft, unterstützt ihr, dass diese Konzerne die mittleren und kleinen Betriebe fressen - wie diese Spinne den Käfer
Wenn ihr bei den großen Konzernen einkauft, unterstützt ihr, dass diese Konzerne die mittleren und kleinen Betriebe fressen - wie diese Spinne den Käfer

Dass die Ressourcen über alle Maßen strapaziert werden, muss auch nicht extra erwähnt werden. Schon einige Zeit ist nun bekannt, dass Rückläufer bei Amazon sehr häufig nicht etwa dem Verkaufslager wieder zugeführt werden. Es ist für die Firma offensichtlich deutlich billiger, zurückgesendete Ware einfach zu vernichten. Wie ich vor Kurzem gelesen habe, geht das Drama aber noch viel weiter: Auch Produkte, die nicht in einem bestimmten Zeitrahmen verkauft werden können, werden vernichtet.

Bitte stellt euch das einmal in jeder Konsequenz vor:  Nehmen wir einfach ein Produkt, z.B. Lederstiefel.

Ein Tier wird also geschlachtet, vielleicht für die Fleischproduktion, vielleicht aber auch direkt für die Produktion von Lederprodukten. Die Menschen, die das machen, bekommen dafür einen Apfel und ein Ei. Auch die Menschen, die spärlich bekleidet und womöglich mit nackten Füßen in der Gerberei arbeiten, erhalten einen Hungerlohn. Aber dann ist das Leder fertig und geht in die nächste Farbrik, wo es zugeschnitten und vernäht wird - wieder von Menschen, die von ihrem Lohn eher verhungern können, als davon zu leben. Die fertigen Stiefel werden verschifft und landen dann irgendwann im Lager. Von wo aus sie entweder beim Kunden landen, der sie nicht will und zurückschickt. Oder aber, sie werden nicht in einem bestimmten Zeitrahmen verkauft. Und dann werden sie vernichtet.

 

Wir können für diesen Vorgang alles Mögliche nehmen. Gefällte Bäume, umsonst gepflanzte / gegossene / geerntete Baumwolle, abgebaute Bodenschätze oder sonstige Ressourcen. Das alles fällt dem Hunger nach Billigartikeln, nach immer mehr Sinnlosigkeiten und nach unendlichem Wirtschaftswachstum. Darf das der Preis dafür sein? Darf der Preis sein, dass wir Menschen und (endliche) Ressourcen einfach ausbeuten? Oder sind Menschen und Umwelt es nicht in Wahrheit wert, dass wir darüber nachdenken, was wir kaufen und wo wir es kaufen?

 

Um sinnlose Käufe zu vermeiden, habe ich mal den Rat gehört, dass man erstmal eine Nacht darüber schlafen und genau überlegen soll, ob man das scheinbar so erstrebenswerte Produkt wirklich benötigt. Ich glaube, das ist ein wirklich guter Rat. So spontan hat man ja doch immer so ein Hochgefühl, wenn man was sieht und einfach draufklicken kann, um es zu kaufen. Am nächsten Tag ist das Gefühl dann in der Regel doch deutlich abgeschwächt.

Aber wenn Ihr es besonderes toll machen wollt, dann geht in einen Laden, wenn Ihr was kaufen wollt. Und wenn das nicht geht oder wenn Ihr so überhaupt nicht raus wollt oder könnt, dann kauft bitte bei kleinen Händlern. Ihr unterstützt mit beidem die Existenz von ganz normelem, arbeitendem Volk und unterstützt nicht die Konzernriesen, die eh nicht mehr wissen, wohin mit all dem Geld.

 

Es gibt für alles Shops im Internet. Kleine, liebevoll geführte Internet-Läden, geführt von echten Menschen, ohne Konzernhintergrund und Massenabfertigung. Es gibt wunderbare Händler, die Ihre Ware mit dem Respekt behandeln, die sie verdient.

Kauft bei ganz normalen Leuten - wie z.B. bei mir! Ihr unterstützt damit Familien und Existenzen, statt Raffgier und Reichtum!
Kauft bei ganz normalen Leuten - wie z.B. bei mir! Ihr unterstützt damit Familien und Existenzen, statt Raffgier und Reichtum!

Ich gehöre ja auch dazu. Ich habe hier viele Kunden, die immer wieder kommen. Und weil manche nur im Urlaub hier sind, haben Sie sich einen Shop erbeten. Diesem Wunsch bin ich gerne nachgekommen. Bei mir findet Ihr natürlich meinen handgearbeiteten Schmuck. Meine besondere Leidenschaft gehört dem Upcycling. Mein Wunsch ist es, dass alles was uns umgibt, so lange genutzt werden sollte, wie es irgendwie möglich ist. Jeder der mich kennt weiß, dass ich ein sehr kreativer Mensch bin, der mit vielen Materialien arbeitet und zurecht kommt. Das spiegelt sich auch in der Auswahl meiner Artikel wieder.  Ich arbeite allein  und das auch noch "nebenbei". Die Anzahl der Artikel ist deshalb immer klein, aber fein. Ihr findet sie hier!

Wunderschönen Schmuck, so ganz anderen als bei mir, findet Ihr bei Susanne von Silberzier. Sie hat ein gutes Händchen und ist eine tolle Schmuckkünstlerin. Ihren Shop findet Ihr hier: www.Silberzier.de

 

Und weil es so viele kleine Händler gibt, die es wert sind, dass man ihre Existenz födert, habe ich vor, (kostenlos) eine Liste zu schreiben, mit Verlinkung auf den jeweiligen Shop, einem Foto und einer kurzern Beschreibung. Wenn Ihr einen Lieblingsshop habt, oder wenn Ihr selbst eingetragen werden wollt, dann meldet euch doch bei mir. Damit Ihr nicht im  Spam verschwindet, am Besten über das Kontaktformular. Eure Daten gebe ich nicht weiter. Ich brauche sie nur für die Antwort an Euch und um Euch in die Liste eintragen zu können.

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Kommentare: 1
  • #1

    Lori (Dienstag, 07 Januar 2020 14:57)

    Oh du Liebe du. Immer im Einsatz für eine bessere Welt. Ich schätze an dir, dass du nicht nur redest, sondern immer ein gutes Beispiel bist. Darum lieb ich auch deinen Shop. Ich lieb die tollen Röcke, die du so schön gemacht hast. Und ich lieb die Ketten aus dem alten Schmuck meiner Oma. Du bist eine tolle Künstlerin und ein offener, liebevoller Mensch. Wären alle wie du, wäre die Welt viel schöner!